VAKINORE

MEIN WIRKEN IN KUNST UND KULTUR

HEIMAT 3 in :dieRAUM am 14.12.2011

Am 14.12. fand in :dieRAUM die vorläufig letzte Veranstaltung der Ausstellungsreihe HEIMAT statt.

Die Frage diesesmal lautete: “Was haben Hühner und nackte Perchten mit Heimat zu tun?”.

Eingstimmt wurde der Abend vom Blechbläserensemble der Stadtkapelle Laufen. Mit weihnachtlichen Liedern begrüßten sie die Gäste.

Simone Niehaus aus Laufen zeigte ihre witzigen, schlüpfrigen und frechen Hühnercartoons, die sie Sims Federviecher nennt und seit 17 Jahren begleiten.

Rochus Gratzfeld alisa H.Rogra präsentierte die Perchtengestalt von einer anderen Perspektive. Seine Fotoreihe “die nackte Frau Percht” greift das Thema auf, dass die Percht ursprünglich von einer weiblichen Sagengestalt abstammt und vor allem durch die Christianisierung vermännlicht wurde.

Sonja Schiff erzählte über den Mythos der Frau Percht. Sie war die Rächerin der Frauen und Kinder. Mit ihren 4 Hörnern konnte sie die verdammten Seelen aufspießen und danach ihrer Strafe zuführen.

Den Abschluß machte der Tierarzt Dr. Karl Traintinger aus Lamprechtshausen. Mit seiner lebensmittelphilosophischen Betrachtung ” Vom steirischen Gickersalat Gallo Nero”  informierte er professionell, verständlich und locker über das Schicksal der Hühner in der Massentierhaltung. Er zeigte aber auch Alternativen auf und ermunterte zu einem kritischen Konsumverhalten.

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PECHA KUCHA Night Salzburg VOL.10

Salzburg ist die 204. Stadt in der PECHA KUCHA Nights veranstaltet werden.  Bernhard Jenny, Cristina Colombo und Jan-Nahuel Jenny vom PECHA KUCHA Team stellten die 10.Pecha Kucha Night unter das Motto “Frei von Schulden”, das Thema des Open Mind Festivals der ARGE Kultur in Salzburg.

Mein Kunstpartner H.Rogra widmete seine Präsentation dem Thema: Sexarbeiterinnen. Ich begleitete seine Präsentation mit Gesang.

Hier ein paar Eindrücke, Bilder von der PECHA KUCHA Night in Salzburg Vol.10 und ein Bericht darüber in der Dorfzeitung von Rochus Gratzfeld alias H.Rogra und seine Präsentation

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HEIMAT Matinee in :dieRAUM am 6.11.2011

Als Sozialpädagogin interessieren mich die Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und alten Menschen. Menschen in besonderen Situationen, zum einen junge Insassen der JVA Lebenau und zum anderen BewohnerInnen des Arbeiter Wohlfahrt Seniorenzentrums Laufen, kurz AWO genannt, waren der Mittelpunkt der zweiten HEIMAT Veranstaltung in :dieRAUM.

Gemeinsam mit Thomas Schlesier entwickelte ich das Projekt “HEIMATKISTE”. Grundgedanke dazu war: Wie fühlt sich HEIMAT für jemanden an, der oder die für eine bestimmte Zeit nicht in Freiheit leben kann? Kann ein Mensch überhaupt HEIMAT in Unfreiheit empfinden? Was geht diesem Menschen durch den Kopf, wenn er hinter verschlossenen Türen an HEIMAT denkt? Sechs junge Insassen der JVA füllten ihre ganz persönliche HEIMATKISTE. Dabei wurden alte Stahlschubladen verwendet, Stahl, ein Symbol für Knast, etwas, das sie eint, gleich macht. Und doch spiegelt jede KISTE eine individuelle Sichtweise von ihrem jeweiligen HEIMATempfinden. An drei Abenden wurden die HEIMATKISTEN gestaltet, gefüllt. Der Austausch, das lockere, wenn auch immer vorsichtige, Gespräch zwischen durch oder währenddessen, hat mir einen weiteren Einblick in die Welt eines Jugendlichen -diesesmal nicht in einer Wohngemeinschaft, sondern im KNAST – gegeben. Berührt hat mich die immer wiederkehrende Frage: Interessiert sich da draussen überhaupt wer für das was wir machen oder denken? JA, sagte ich und das BesucherInnen Interesse zur Matinee bestätigte dies.

Danke auch an Herrn Wagner, dem Direktor der JVA, für seine berührenden Worte!

Die Idee zum zweiten Projekt gab mir meine Schwester Sonja Schiff, akademische Gerontologin. Ich wollte auch das HEIMAT Empfinden von BewohnerInnen des Arbeiter Wohlfahrt Seniorenzentrums in Laufen dokumentieren und einfangen. An zwei Nachmittagen besuchte ich die BewohnerInnen zur gemütlichen Kaffeerunde im AWO.  Dabei entstanden Gespräche, welche  von mir aufgezeichnet und in der Matinee abgespielt wurden. Weiters sammelten die BewohnerInnen, jeder und jede für sich, Gegenstände der Erinnerung, HEIMAT Erinnerungen, Gegenstände die ihre HEIMAT repräsentieren. Die daraus enstandenen Photos wurden ausgestellt.

Danke an Sonja Schiff,  für ihre professionelle und persönliche Stellungnahme!

Danke an Susanne Reuber, Sozialdienstleiterin vom AWO, ohne sie wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Ein ganz großes DANKE an die BewohnerInnen des AWO`S

Frau G.

Frau B.

Frau K.

Herr B.

Herr D.

Zu guter Letzt, danke an Hermann Meyer, unseren bayrischen Michael Hirte, seit über 50 Jahren Mundharmonikaspieler. Sein reichhaltiges Repertoire an akutischen Heimatklängen -und liedern trug wesentlich zur HEIMAT STIMMUNG in :dieRAUM bei.

Als Ausklang gabs für meine Ehrengäste, für die BewohnerInnen des AWO`S  Kartoffelsalat und Wiener Schnitzel. Geschmeckt hats ihnen;-)))

Eine Berichterstattung in der Dorfzeitung gibt es hier

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Jahresausstellung der Freilassinger KünstlerGILDE

Gestern, 13.Oktober, eröffnete die Freilassinger KünstlerGILDE mit einer Vernissage ihre Jahresausstellung 2011.

Ich wurde gefragt einen Opener zu ihrer Vernissage zu machen.

Hier ein paar Eindrücke meiner Performance.

Danke an Catrin Holzleitner für die Interpretation der Lyrik von Gioconda Belli in Gebärdensprache.

Herzlichen Dank an Gisela Brechenmacher, Journalistin und Photografin aus Freilassing. Die gesamten Photos wurden von ihr gemacht.

Zuletzt, besonderen Dank an Sepp Lingl, den Urheber der Freilassinger KünstlerGILDE.

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Das war die AUFTAKTveranstaltung von HEIMAT in :dieRAUM

HEIMAT kommt mir in den SINN, wann immer ich über die Länderbrücke fahre, radle oder gehe.  Diese historische Brücke, die Oberndorf mit Laufen, Salzburg mit Bayern, Österreich mit Deutschland verbindet.

Am 22.09. lud :dieRAUM zur Auftaktveranstaltung der Schwerpunktreihe HEIMAT nach Laufen. Menschen aus Laufen, Salzburg und Bad Reichenhall lauschten der Stadtkapelle Laufen im schönsten Innenhof der Stadt. Der Märchenerzähler Chris Ploier erzählte ein Märchen über einen Künstler, dessen Ichbezogenheit ihm zum Verhängnis wird. In :dieRAUM hingen Texte von AutorInnen, die sich Gedanken zu HEIMAT machten. Einige der anwesenden AutorInnen lasen ihre eigenen Texte vor. Menschen die in Laufen leben, wurden im Vorfeld der Veranstaltung zu ihrem eigenen HEIMATbild befragt. Zusammengefügt zu einem Bild ertönten ihre Stimmen in der Rottmayrstraße.

Eine sehr gelungene Veranstaltung. Macht Lust auf noch mehr GemeinschaftMenschen, Kunst und Kultur- Macht Lust auf VERBINDEN.

Einen Bericht über die Veranstaltung gibst hier und hier

Wer gerne die HEIMAT TEXTE nachlesen möchte kann das hier tun

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:dieRAUM lädt ein zur Auftaktveranstaltung von HEIMAT

Am 22.09.2011 um 19 Uhr präsentiert :dieRAUM HEIMAT.

Mit dabei sind zur AUFTAKTVERANSTALTUNG:

  • die Stadtkapelle Laufen e.v. mit Musik im Innenhof
  • der Salzburger Chris Ploier mit Märchen
  • AutorInnen von da und dort mit Texten zum Thema

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Projekt HEIMATKISTE mit den jungen Männern der JVA Laufen

An drei Donnerstagen arbeiteten Thomas Schlesier und ich mit den jungen Burschen in der JVA Laufen-Lebenau  zum Thema “HEIMAT”, die Schwerpunktreihe von :dieRAUM im Herbst 2011.

Heimat ist vielseitig und bedeutet für jeden etwas anderes. Die Idee bzw. die Frage für das Projekt in der JVA lautete: Wie erlebt jemand HEIMAT, der für einen bestimmten Zeitraum nicht in Freiheit leben kann? Der eingesperrt ist? Die jungen Männer bekamen alte Bürostahlschubläden. Stahl -Symbol für Knast, etwas, dass die Burschen eint und doch hat jeder von ihnen sein eigenes BILD von HEIMAT. Jeder hat seine eigene HEIMATKISTE.

Im Rahmen der Schwerpunktreihe “HEIMAT” in :dieRAUM, werden die Heimatkisten der Burschen im Oktober 2011 präsentiert. Nähere Informationen werden folgen.

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Dreharbeiten im Färbergassl in Laufen

Cami Schmidt, der mit seinen persönlichen Filmportraits über KünstlerInnen bereits internationale Auszeichnungen für seine Arbeit bekommen hat, macht ein Portrait über mich und meine künstlerische Arbeit.

Gestern und heute machten wir im Färbergassl in Laufen Filmaufnahmen. Das Färbergassl ist ein gern gewähltes Photomotiv von Touristen, die täglich die wunderschöne Stadt zwischen der Salzach besuchen. Das Färbergassl, in dem früher wohl Färber gewohnt haben müssen.Gestern und heute mein gewählter Ort für meine Performance.

Zuerst musste mein 20m langer Stoff von oben herab, an den Schwippbögen entlang hinunterfallen.

Dann kamen die Fässer hinzu, auf denen ich mein Trommelfeuer durch ganz Laufen schickte. Die Akustik ist herrlich!!

Und die Darstellung? Kann man hoffentlich bald auf Film sehen. Da ich nicht gleichzeitig performen und photografieren kann und Cami mit dem Filmen beschäftigt war, muss man versuchen sich bestimmte Sequenz vorzustellen. Der rote Stoff fängt an ein Wesen zu formen. Dieses Wesen entrollt sich, kommt auf die Welt, stößt an die Trommeln und gibt dem neuen Leben Klang.

Am Ende der Dreharbeiten hatten meine beiden Kater noch eine riesen Gaudi.

Die erfolgreichen Dreharbeiten beendet aber die Farbe rot.



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Zu Besuch bei Sepp Lingl

Seine Studien zu Daphnes Tod, alles Radierungen, kann man unter anderem noch bis Ende August bei mir in :dieRAUM sehen und kaufen. Heute zeigte er mir seine neuesten Entwürfe zum selben Thema. Daphne, die griechische Nymphe, begleitet ihn nun schon mehr als 10 Jahre. Immer wieder taucht sie in seinen Werken auf.

Als Apollon den Liebesgott Eros als schlechten Schützen verspottete, rächte sich dieser, indem er einen Liebespfeil mit einer goldenen Spitze auf ihn und einen mit bleierner Spitze auf Daphne abschoss. Apollon verliebte sich unsterblich in Daphne, während diese, von einem genau das Gegenteil bewirkenden Pfeil Eros’ getroffen, für jene Liebschaft unempfänglich wurde. Als Apollon Daphne bedrängte, floh sie. Erschöpft von der Verfolgung durch Apollon flehte sie zu ihrem Vater Peneios, dass er ihre – den Apollon reizende – Gestalt wandeln möge. Daraufhin erstarrten ihre Glieder und sie verwandelte sich in einen Lorbeerbaum.

Der Lorbeer war Apollon seither heilig. Zum Gedenken an Daphne trug er einen Lorbeerkranz bzw. eine mit Lorbeer geschmückte Leier.

(Quelle:Wikipedia)

Natürlich werde ich Sepp laufend besuchen, um sein künstlerisches Fortschreiten zu dokumentieren.

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Stolpersteinverlegung am 7.7.2011 in Salzburg

Am letzten Donnerstag fand um 11 Uhr die Verlegung “unserer” Stolpersteine in Salzburg statt.

Sonja Schiff und ich haben die Patenschaft über Paula und Berta Eisenberg.

Rochus Gratzfeld hat die Patenschaft über Leo Köhler.

“Ein Mensch ist vergessen, wenn sein Name vergessen ist”, sagt Gunter Demnig Künstler und Projektinitiator der Stolpersteine.

Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten. Auf den Steinen steht geschrieben: HIER WOHNTE… Ein Stein. Ein Name. Ein Mensch. Für 95 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines STOLPERSTEINS übernehmen.

Am Anfang stehen die namenlosen Steine



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